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Julia Bornefeld: MelasMostre

Melas bedeutet auf Altgriechisch schwarz und diese Farbe herrscht in Julia Bornefeld's Arbeiten vor.
Artisti: Julia Bornefeld
A cura di: Dr. Thomas Amonn
Morphic resonance
Julia Bornefeld
Morphic resonance

Die Herbstausstellung der Stiftung Walter Amonn und des Südtiroler Kulturinstitutes auf Schloss Moos in Eppan bestreitet die 1963 in Kiel geborene und in Berlin und Bruneck lebende und arbeitende Künstlerin Julia Bornefeld. Während des Studiums der Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung Kiel (1984–1989) absolvierte sie Gaststudien an der Accademia delle Belle Arti di Venezia bei Emilio Vedova und an der Akademija Likovna Umjetnost in Ljubljana (1986–1987).
Schwarz, nach dessen altgriechischer Übersetzung, „Melas“, die Künstlerin ihre Ausstellung betitelt, beherrscht nicht nur die plastischen Arbeiten, sondern auch die Bilder Bornefelds: Auf die Leinwand getropfte Tusche lässt gasförmig anmutende, einmal explodierende, ein andermal zerfließende Formen entstehen, die an Himmelserscheinungen oder die Entstehung von Galaxien erinnern. Julia Bornefeld’s „Morphic Fields“, Bildkompositionen mirkro- und makrokosmischer Strukturen ermöglichen dem Betrachter einen Blick in eine aus der Wissenschaft bekannte Welt amorph strukturierter Formen. Himmelskörper, die im Auge des Betrachters entstehen sind in Wahrheit Farbe und Gewebe. Der Theorie des Biologen Rupert Sheldrake folgend, beeinflussen sich Organismen gegenseitig durch ihre bloße Anwesenheit, unabhängig von Zeit und Raum und bilden somit morphische Felder. Lebewesen lernen ohne Direktkontakt voneinander durch eine übergeordnete Verbundenheit und evolutionieren sich wechselseitig. So immateriell ihre „Morphic Fields“, „Pads“, „Orthodrome“ auf Leinwand erscheinen, so stofflich sind ihre skulpturalen Arbeiten, wobei die Verwendung von Gummi und Schaumstoff auffällt. „Pneu“ nennt sie sowohl eine ihrer Stelen wie auch einige Ihrer Materialbilder, wobei es sich zumeist um Streifen von Autoschläuchen handelt, die mitsamt ihren Ventilen wie Fetische in Form gebracht werden. Diese Art von Objektkunst, die Inanspruchnahme von Vorgefundenem, Vorgegebenem gehört zu Julia Bornefelds Verständnis von Komplexität und Ganzheitlichkeit. (Zitiert aus Texten von Christian Thöner und Michael Beyer)

 
 

Info

Südtiroler Kulturinstitut
Tel +39 0471 313800
 
entrata libera
 
 
 

Autore

Schlernstraße , 1
39100 Bolzano
 
 
 
 
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